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Nachfolgend die wichtigsten aktuellen Meldungen aus der Schweizer Medialandschaft.
 
Herzliche Grüsse
 
Caroline Nünlist, Thomas Rüttimann und ZipMedia-Team
August 2013
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ZipIntern

Wir freuen uns über das gute Abschneiden im jährlichen Mediaagentur-Rating. Details sind auf unserer Website zu finden.

Unser Mitarbeiter Linus Oertli hat zwei aktuelle Blog-Einträge zum Thema „Die Zukunft der Zeitung“ verfasst – hier nachzulesen.

Media-Spendings 1. HJ 2013

Der Schweizer Werbemarkt stagniert, von Januar bis Juni 2013 betrug das Wachstum bei den Werbeinvestitionen gemäss Media Focus 0.3% – um genau gleich viel legte der Monat Juni im Vorjahresvergleich zu. Die Printmedien verlieren weiterhin leicht an Terrain und erreichen einen Share of Voice von 47.5%, TV hält sich mit 31.5% stabil, Out-of-Home legt auf 12.1% zu. Die restlichen Mediengattungen zeigen wenig Veränderungen. Insgesamt wurden CHF 2’362 Millionen in die klassische Werbung investiert.

Onlinewerbung legt zu

Der Semester-Report von Media Focus zeigt die Entwicklung des gesamten Online-Werbemarktes aufgrund von Expertenschätzungen und Hochrechnungen. Im ersten Halbjahr 2013 wurden CHF 374 Millionen in Onlinewerbung investiert (Vergleich total 2012: 674 Millionen). Es wird ein Wachstum von rund 10% für das laufende Jahr erwartet.

Der Mix sieht wie folgt aus:
  • 34% Suchmaschinen-Werbung
  • 22% Display
  • 15% Online-Verzeichnisse
  • 12% Rubriken-Markt Job
  • 9% Rubriken-Markt Immobilien
  • 6% Rubriken-Markt Auto
  • 2% Affiliate-Marketing
Alle Segmente sind im Wachstum, am stärksten nach wie vor der SEM-Bereich. Der Anteil der Onlinewerbung am Werbemarkt Schweiz beträgt somit 9% (1. HJ 2012: 7%; ohne Rubriken-Markt und Verzeichnisse).

Die TV-Daten kommen ...

Nachdem das Bundesverwaltungsgericht Mitte Juli 2013 die superprovisorische Verfügung des TV-Senders 3+ aufgehoben hat, kam es zwischen Mediapulse und 3+ endlich zu einer Einigung.

Ein wichtiger Streitpunkt ist nun geregelt: Weil die Fernsehnutzung auf mobilen Geräten wie Tablets und Handys noch nicht gemessen werden kann, wird auf eine Erfassung der PC-only-Haushalte (ohne TV-Gerät) bis zur Einführung der Messung mobiler Geräte verzichtet. Diese Änderung erfolgte per 1. August 2013 und wird voraussichtlich dazu führen, dass die prozentualen Reichweiten der TV-Sender im Durchschnitt leicht ansteigen werden.
Die Nachberechnung der ersten sieben Monate dauert bis Anfang Oktober 2013 – die neuen Daten stehen gestaffelt ab Anfang September zur Verfügung.

Anfang 2014 wird zudem anstelle der Konzessionsgebiete die Stadt-Land-Verteilung der Haushalte als Quotierungsmerkmal genutzt. Weiter verspricht Mediapulse Watermarkingtests (klarere Messung des Sende-Signals) und Rohdatenanalysen durchzuführen, damit mehr Transparenz und höhere Datensicherheit gewährleistet sind.

TV-Marktanteile Januar-Juli 2013

Die neuen, noch unbereinigten TV-Zahlen von Mediapulse zeigen folgende Marktanteile in der Zielgruppe 15-59 Jahre (Primetime 19-23h):

D-CH: SRF1 21.0%
  SRFzwei 9.6%
  RTL 5.7%
  Pro7 4.5%
  Sat.1 4.0%
  Vox 3.7%
  RTLII 2.9%
  3+ 2.8%
  Kabel1 2.4%
  SRFinfo 2.0%


F-CH: RTS Un 26.6%
  M6 11.3%
  TF1 9.1%
  RTS Deux 6.7%
  RTL9 1.5%
  W9 1.3%

I-CH: RSI LA1 31.4%
  RSI LA2   8.6%

Diese Daten sind wie erwähnt provisorisch und werden per Anfang Oktober 2013 bereinigt und gegebenenfalls korrigiert (siehe „Die TV-Daten kommen ...“).

Radio Hörerzahlen 1. HJ 2013

Gemäss Publica Data hörten im 1. Semester 2013 an einem durchschnittlichen Tag 89.1% der Deutschschweizer Bevölkerung während 124 Minuten Radio. In der Romandie waren es 85.8% (105 Minuten) und im Tessin 88.4% (116 Minuten). Die Reichweiten erhöhten sich leicht, hingegen nahm die Nutzungsdauer ab.

Die SRF-Sender verlieren in der Deutschschweiz leicht und erreichen 59.3% Reichweite (2’845'000 Hörer). Bei den Privatradios kann Radio 24 (276'000 Hörer) seine Leaderstellung behaupten, vor Energy Zürich (258'000). Radio Zürisee (223'000) hat Radio Argovia (219'000) vom dritten auf den fünften Platz verwiesen – dazwischen liegt Radio FM1 mit 220'000 Hörern.

In der Französischen Schweiz verlieren die RSR-Sender (SRG) knapp 1% und erreichen eine Reichweite von 51.5% (812'000 Hörer). Bei den Privatradiostationen hat weiterhin LFM (121'000) die Nase vorne, gefolgt von Rouge FM (109'000) und OneFM (79'000).

Auch im Tessin verlieren die staatlichen Sender der RSI an Reichweite und liegen nun bei 63.8% (191'000 Hörer). Die beiden Privatradios 3i (40'000) und Fiume Ticino (32'000) sind stabil.

Kurznews TV / Radio

  • Dominik Kaiser von der 3 Plus Group erweitert 2014 mit dem Sender 5+ seine Senderfamilie (3+/4+) um einen weiteren Kanal. 5+ wird sein Programm auf Dok-Filme und Serien fokussieren.
  • Radio 24 und Radio 1 streichen die Live-Moderation am Abend. In der Regel werden ab 19 Uhr keine Sendungen mehr live moderiert. Beide Sender wollen die frei werdenden Ressourcen in die Primetime am Morgen investieren.

Kurznews Print / Aussenwerbung

  • Neue Chefredaktoren bei der Sonntagspresse: Christine Maier wird per 1. November 2013 Chefin vom SonntagsBlick. Rolf Cavalli, der den Titel interimistisch führt, konzentriert sich auf Blick.ch. Bei der SonntagsZeitung wird Martin Spieler die Chefredaktion per Ende Jahr abgeben. Gerüchten zufolge gab es Differenzen mit dem Verleger, Pietro Supino. Die Nachfolge ist noch nicht geregelt.
  • Mitte Juli hat Tamedia kommuniziert, dass der gemeinsame redaktionelle Mantel vom Landboten mit den Zürcher Landzeitungen (Zürichsee Zeitung, Zürcher Unterländer, Zürcher Oberländer) per Ende 2013 eingestellt wird. Die Zürcher Landzeitungen erarbeiten den Mantelteil ab 2014 gemeinsam mit der ebenfalls zu Tamedia-gehörenden Berner Zeitung. Der Landbote hat dafür bei der Werbevermarktung mit dem St. Galler Tagblatt (NZZ-Gruppe) einen neuen Partner: National ist der Titel innerhalb der Kombination Cityplus buchbar, regional mit der Thurgauer Zeitung in der Kombination Nordostschweiz.
  • APG bietet ab Mitte September 2013 im Hauptbahnhof Zürich mit Rail Beamer ein neues Produkt an. Im S-Bahnhof werden vier leistungsstarke Beamer installiert, welche je eine 12m2 grosse Fläche mit Werbespots (ohne Ton) bespielen. Die Flächen befinden sich im Wartebereich der Perrons, hinter den Geleisen. Ein Loop dauert 120 Sekunden und beinhaltet 35 Sekunden News, 9 Sekunden Meteo und 76 Sekunden Werbezeit.
  • Nach dem angekündigten Test mit den beiden ePanels am Bellevue und Escher-Wyss-Platz (siehe ZipInfo 6/2013), werden ab Anfang 2014 während einer Testphase fünf neue Leuchtdrehsäulen in Zürich buchbar sein. Voraussichtlich wird die Vermarktung Clear Channel übernehmen – Details sind noch nicht bekannt. Wir informieren zu gegebener Zeit.

Kurznews Online / Mobile

  • Gemäss NET-Metrix-Base 2013-1 sind in der Schweiz 85% der Bevölkerung im Internet unterwegs; 79% oder rund 5 Mio. Personen mehrmals pro Woche, 4.4 Mio. Personen (fast) täglich. Der typische Heavy-User (Mann, 20-50J, höhere Schulbildung, urbaner Arbeitsort) nutzt für den Internetkonsum 2 bis 3 stationäre und mobile Geräte. E-Mails empfangen und versenden stehen bei der Nutzung mit 95.1% an erster Stelle, vor Suchmaschinen (94.4%) und News (78.8%).
  • Eine Studie von jim&jim bei über 1'500 jungen Personen zwischen 14 und 25 Jahren zeigt folgende Entwicklungen bei der mobilen Kommunikation:
    • Anstieg der Smartphone-Besitzer von 54% auf 90% innerhalb von 2 Jahren (55% iOS, 39% Android, 3% Windows, 1% Blackberry).
    • Das Smartphone ist mit 45% das am häufigsten genutzte Device, vor dem Laptop (35%), Desktop (16%) und Tablet (4%).
    • WhatsApp (60%) und Facebook (13%) sind die meistgenutzten Apps. Danach folgen die Apps von 20 Minuten und SBB (je 3%). WhatsApp hat SMS als beliebtester Kommunikationskanal abgelöst.
    • Zwar verfügen 40% der Jugendlichen – vorwiegend Männer – über eine App zur QR-Code-Erkennung, davon sind aber nur knapp ein Viertel regelmässige Nutzer.
  • Schibsted Media und Tamedia führen ihren Klein- und Autoanzeigenmarkt zusammen. Piazzach von Tamedia wird im Onlinemarktplatz tuttich integriert. Ebenfalls bringt Tamedia das Autoportal Car4youch in die Kooperation ein, das weiterhin unter dem heutigen Namen operieren wird. Die Transaktion – in Zukunft sollen beide Partner 50% an den Plattformen halten – muss von der Wettbewerbskommission bewilligt werden.
 
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