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Nachfolgend unsere Zusammenfassung der relevanten Schweizer Media-News vom Februar 2017.


Herzliche Grüsse

Caroline Nünlist, Thomas Rüttimann und ZipMedia-Team
Februar 2017
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ZipIntern

Das Jahr ist noch jung und wir dürfen uns bereits über Kunden-Zuwachs freuen: Nach einer Agentur-Evaluation hat sich Pax für ZipMedia entschieden. Die neue Kampagne wird in den nächsten Wochen in zielgruppenspezifischen Print- und Online-Medien zu sehen sein.
 

Media Focus Jahresauftakt 2017

Das Werbejahr 2017 hat positiv begonnen, die Brutto-Werbespendings sind gegenüber dem Vorjahresmonat um 2% gestiegen und liegen bei CHF 368 Mio. – auch dank den brisanten Abstimmungskampagnen. Die Top 5-Produkte im Januar waren: Ja zur Unternehmenssteuerreform III, Thurgau Travel, Renault Scenic, Mc Donald’s Restaurants und Swisscom TV. Der Mediasplit zeigt sich wie folgt:


 

TV-Marktanteilsvergleich 2013 vs. 2016

Die Nutzerzahlen des klassischen TV in der Schweiz stehen dank immer vielfältigerem (Online-)Angebot seit Längerem unter Beschuss.
Die gesamte Sehdauer hat sich in den letzten 3 Jahren aber nicht signifikant verändert:
 
Ø Anzahl Minuten, Personen 3+ D-CH F-CH I-CH
2. Semester 2013: 121.1 135.3 156.2
2. Semester 2016: 117.9 134.6 160.6
Differenz in % -2.6% -0.5% +2.8%

Die Entwicklung bei jüngeren Segmenten hingegen ist deutlich drastischer:
 
Ø Anzahl Minuten, Personen 15 bis 29 Jahre D-CH F-CH  
2. Semester 2013: 64.9 73.9  
2. Semester 2016: 56.6 53.1  
Differenz in % -12.8% -28.1%  

I-CH: Fallzahl zu gering

Trotzdem liegt die Tagesreichweite 2016 des klassischen TV innerhalb dieser Zielgruppe noch bei gut 40% und ist sogar ganz leicht gestiegen im Vergleich zu 2013. Bei den über 3-jährigen sind es 63% bis 72% je nach Sprachgebiet.

Wie sieht es nun mit den Marktanteilen der einzelnen Sender aus? Welche Kanäle haben gewonnen, welche verloren? Hier der 3-Jahresvergleich 2013 vs. 2016:

Zielgruppe Personen 3+ (inkl. Gäste), Mo-So, 24h, alle Plattformen, Overnight +7
 
Sender-Auswahl Marktanteil
2. HJ13
Marktanteil
2. HJ16
Differenz
13 vs. 16 in %
D-CH total netto Reichweite 61.9% 62.8% 1.5%
SRF1 20.0% 18.4% -8.0%
SRF zwei 8.1% 10.1% 24.7%
RTL CH 4.9% 5.7% 16.3%
Sat1 CH 4.0% 4.2% 5.0%
Vox CH 3.5% 3.3% -5.7%
Pro7 CH 3.0% 3.0% 0.0%
3+ 2.3% 2.8% 21.7%
Kabel 1 CH 1.8% 1.6% -11.1%
TeleZüri 1.0% 0.8% -20.0%
       
F-CH total netto-Reichweite 62.9% 64.3% 2.2%
RTS Un 22.6% 19.9% -11.9%
RTS deux 6.1% 7.3% 19.7%
M6 8.5% 9.0% 5.9%
TF1 9.4% 10.7% 13.8%
       
I-CH total netto-Reichweite 66.5% 72.0% 8.3%
RSI LA 1 26.0% 20.3% -21.9%
RSI LA 2 8.0% 7.7% -3.8%
TeleTicino - 1.1%  

Zu beachten ist, dass 2016 ein „Sportjahr“ war – mit Fussball-EM und Olympia, daher sind auch die Werte der zweiten nationalen Sendeketten äusserst positiv. Das zeigt die erste Erkenntnis: Live-Sport wird von allen Altersgruppen am klassischen TV konsumiert.

In der Deutschschweiz sank der Marktanteil von SRF1 um ganze 8%. Die Privaten performen unterschiedlich. Herausragend etablierte sich der Schweizer Privatsender 3+ mit knapp 22% mehr Marktanteil. Dies sicherlich auch dank den populären Eigenformaten „Bauer ledig“ und „Bachelor“. Der Marktanteil des einst wichtigen Regionalsenders TeleZüri hingegen sank deutlich.

Das selbe Bild zeigt sich in der Westschweiz: die Privaten und vor allem RTS deux legten deutlich zu, RTS Un büsst knapp 12% Marktanteil ein.

Im Tessin erodiert die Reichweite von RSI LA 1 am deutlichsten zu Gunsten von ausländischen Sendern.

Zielgruppe Personen 15-29 (inkl. Gäste), Mo-So, 24h, alle Plattformen, Overnight +7
 
Sender Marktanteil
2. HJ13
Marktanteil
2. HJ16
Differenz
13 vs. 16 in %
D-CH total netto Reichweite 40.7% 42.2% 3.7%
SRF1 7.5% 7.1% -5.3%
SRF zwei 8.4% 10.8% 28.6%
RTL CH 8.5% 8.0% -5.9%
Sat1 CH 4.6% 5.3% 15.2%
Vox CH 5.6% 4.5% -19.6%
Pro7 CH 10.2% 10.4% 2.0%
3+ 3.4% 4.3% 26.5%
Kabel 1 CH 2.2% 2.1% -4.5%
TeleZüri 0.3% 0.2% -33.3%
       
F-CH total netto-Reichweite 43.9% 40.8% -7.1%
RTS Un 13.0% 14.1% 8.5%
RTS deux 5.2% 7.0% 34.6%
M6 17.2% 14.7% -14.5%
TF1 9.7% 12.5% 28.9%

I-CH Fallzahl zu gering

Interessanterweise hat SRF1 bei den Jungen weniger verloren als in der Grundgesamtheit. SRF zwei und Pro7 haben in diesem Segment die höchsten Marktanteile, beide Sender konnten sich über die letzten 3 Jahre steigern. 3+ verzeichnete nebst SRF zwei den höchsten Zuwachs. Jünger geworden ist auch Sat1. Vox und TeleZüri hingegen haben sich deutlich in die entgegengesetzte Richtung entwickelt.
In der Westschweiz zeigen sich ausgewogene Verhältnisse. M6 und TF1 zeigen gute Affinitäten bei der jungen Zielgruppe, auch wenn M6 etwas verloren hat zu Gunsten TF1.

Quelle: Mediapluse Fernsehpanel.
Seit der Messerweiterung im Mediapulse Fernsehpanel per 1.1.13 erhebt das Panel auch den zeitversetzte Konsum bis zu sieben Tage nach der Erstausstrahlung einer Sendung, sowie den Konsum im Haushalt via Computer (Laptop und Desktop, PC und Mac).
 

Migusto gegen Fooby

Die Migros hat Anfang Februar den Kochclub Migusto ins Leben gerufen. Kernstück von Migusto ist eine neue Onlineplattform und ab Mai 2017 ein Printmagazin, welches Saisonküche ablöst. Auf der Plattform migusto.ch gibt es diverse Werbemöglichkeiten, das neue Migusto-Magazin erscheint 10 Mal pro Jahr in einer Auflage von 250'000 Exemplaren.
Fast zeitgleich hat Coop die Kulinarik-Marke Fooby lanciert. Fooby will Food-Services von A bis Z liefern: von der App mit personalisierbarem Kochbuch, How-to-Videos, Rezeptständern in den Supermärkten bis zur Website mit automatisierten Einkauflisten. Die Plattform fooby.ch ist noch werbefrei und das erste Printmagazin erscheint Mitte März in einer Auflage von 2.6 Mio. Exemplaren als Beilage in der Coopzeitung.
 

Schwache Sichtbarkeit von Display-Werbung

Die aktuelle, europäische Meetrics-Studie Viewability Benchmarks zeigt weiterhin Schwächen bei der Sichtbarkeit von Display Ads. So lag die durchschnittliche Viewability in Q3 2016 bei 55% (Q2: 56%). Das Halfpage Ad liegt mit 65% deutlich an der Spitze, verglichen mit den Formaten Leaderboard (45%) und Rectangle (52%). Die Studie zeigt grosse Unterschiede bei den erhobenen Ländern – UK (49%) schneidet am schwächsten ab, Frankreich (57%) sowie Deutschland (58%) sind Mittelmass, Österreich (68%) generiert klar die höchste Sichtbarkeits-Rate. Die Schweiz ist leider nicht erhoben, wir gehen aber davon aus, dass wir uns im Rahmen von 60-70% bewegen. Chancen die Viewability zu steigern, sind beispielsweise die sorgfältige Evaluation der belegten Websites, sowie die Wahl qualitativ guter Platzierungen.

Hier gibt’s weitere Details zur Studie.
 

Kurznews

  • Die Stadt Basel hat die Plakatflächen auf öffentlichem Grund nach einer Ausschreibung neu zugeteilt. Die APG verliert zwar ihr Monopol, bleibt aber klarer Marktleader, sie hält neu sieben von elf Losen. Clear Channel ergattert zwei Lose mit gesamthaft 43 digitalen Flächen. Die zwei Lose für Kleinplakate gehen an die bisherigen Anbieter. Die neue Regelung, mit welcher die Stadt Basel ihre Einnahmen mehr als verdreifacht, gilt ab 1.1.2018.
  • APG verstärkt ihre Aktivitäten im Mobile-Bereich und lanciert die neue Segmentmarke APG Interaction. APG geht davon aus, dass Mobile Media ein zunehmend integrierter Bestandteil der Out-of-Home-Werbung wird. Konkrete Angebote erwarten wir in den nächsten Wochen.
  • 20 Minuten lanciert im Mai einen digitalen Musik-Kanal als Pendlerradio in der App. Vorab wird das Programm nicht moderiert und die Musik soll die breite Masse ansprechen. Werbung ist über Swiss Radio World buchbar. Gemäss neuster GfK-Studie ist der Trend Richtung digitalem Radiokonsum ungebrochen: Radio wird bereits zu 54% digital konsumiert, nur im Auto ist der UKW-Anteil mit 73% nach wie vor führend (21% DAB+; 6% IP-Radio).
  • NZZ testet eine personalisierte Nachrichten-App, welche von Google mit bis zu CHF 1 Mio. mitfinanziert wird. Nach einem viermonatigen Testlauf mit 200 Abonnenten wird im Sommer 2017 entschieden, ob die neue Algorithmus-App die bestehende News-App ersetzen oder ergänzen wird.
 
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