Copy

Newsletter

Dezember 2018
Liebe Alpakas,


herzliche Grüße vom Jugend hackt-Netzwerktreffen im wunderbaren Eigenbaukombinat in Halle, wo wir am vergangenen Wochenende in der ganz großen Gruppe mit (fast) allen regionalen Organisator*innen gemeinsam zurück auf 2018 geschaut, die Planung für 2019 begonnen haben – und natürlich auch einfach mal stressfrei zusammen auf der Couch sitzen konnten.



Aber das Jahr ist ja noch nicht vorbei, erst kommt noch...

Der Wikipaka-Orbit auf dem 35C3

 



Zwischen Weihnachten und Neujahr findet der 35. Chaos Communication Congress in Leipzig statt. Wir gestalten dort wie im Vorjahr gemeinsam mit der Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland die WikipakaWG: Ein Ort, der sich insbesondere an die Open-Szene und Jugendliche vor Ort richtet.

Die WikipakaWG ist ein Ruheort, der zum Verweilen zwischen Vorträgen einlädt. Dafür gibt es das Wohnzimmer mit gemütlichen Möbeln und explizit nur für Jugendliche das Jugendzimmer. Als Meetingort und zur günstigen Selbstverpflegung dient die Küche mit langem Tisch, Kühlschrank und Wasserkocher. Im Esszimmer gibt es ein spannendes Vortragsprogramm.

Neben Jugend hackt, Wikipedia und Wikidata sind dort unter anderem die Code for-Community, Frag den Staat und die Demokratielabore vertreten. Räumlich angedockt an die WikipakaWG sind die Chaospatinnen und der Verstehbahnhof.

Für alle, die ebenfalls auf dem Congress sind: Am 27. Dezember laden wir dort um 16:30 Uhr ganz offiziell zur Begrüßung ins Esszimmer ein – kommt gerne zu uns und gebt es an alle weiter, die sich für Jugend hackt interessieren.

Der 28. Dezember ist auf dem Congress wieder der Junghacker*innentag mit vielen Workshopangeboten für Kinder und Jugendliche: An diesem Tag gibt es in der WikipakaWG in Form des Hebocon einen Schrott-Roboter-Basteltag mit abschließendem Ringkampf. Schrottspenden nehmen wir gerne noch an – und natürlich sind alle aufgerufen, mitzubauen und ihren Roboter in den Ring zu schicken.

Außerdem greifen wir die tolle Idee der Haecksen auf, einen „Schrein“ für eine bemerkenswerte Frau* aus dem technisch-wissenschaftlichen Bereich zu bauen. Wir haben uns für die bekannte Makerin und Youtuberin Simone Giertz entschieden, die Internet-Königin der “shitty robots”. Unterstützt uns gerne beim Bau dieses Schreins!

Das war 2018 im Jugend hackt-Universum

Viel ist geschehen im Jahr Sechs seit Projektstart: Acht Hackathons mit rund 400 Jugendlichen und 90 Projekten. 70 Mal Hello World, ein Austausch mit der Türkei, Jugend hackt auf der Ars Electronica und tollerweise wieder auf diversen Preisverleihungen. Viele neue Gesichter im Team und tolle Preise, die unsere Idee bestätigen.
Einen kompletten Rückblick gibt's ab sofort in unserem Jugend hackt-Blog.




Und wenn euch Netflix und Chill über die Feiertage mal auf den Weihnachtskeks geht: Alle existierenden Jugend hackt-Aufzeichnungen 2018 sind mittlerweile bei Youtube gelandet – viel Spaß beim Gucken:

Jugend hackt Labs - Was tut sich?

Im letzten Newsletter hatten wir erklärt, worum es bei unserem neuen Projekt, den Jugend hackt Labs gehen wird: Jugend hackt als ganzjähriges Angebot an einem festen Standort. Uns hat in der Zwischenzeit eine überwältigend große Anzahl an Bewerbungen erreicht, wow! 📬😲

Es ist gar nicht so leicht, daraus die zwei Standorte auszuwählen, mit denen wir 2019 als Pilot-Labs starten. Wir stecken noch mittendrin in der Entscheidung und freuen uns schon, euch im ersten Newsletter im neuen Jahr unsere Lab-Partner*innen vorstellen zu können.

Jugend hackt Heidelberg und Jugend hackt Ulm

Unsere letzten zwei Hackathons 2018 fanden beide im November in Baden-Württemberg statt – in Heidelberg und in Ulm. Bei beiden Events gab es jeweils genau 42 Teilnehmer*innen und jeweils genau neun Projekte... ja, das stimmt wirklich, gerade noch mal nachgesehen. 🤔



Für Heidelberg war es ja die Premiere und dafür lief's richtig gut: Projekte zur Mülltrennung, ein Alpaka-Videospiel, ein Open-Source-Klassenzimmer-Chat... die Teilnehmer*innen hatten richtig gute Ideen! 🔥
Und auch das post-Event-Tief schlug hier gleich zu: Von einem Teilnehmer erfuhren wir noch, dass ihm seine Mutter versprechen musste, ihn auf jeden Fall nächstes Jahr wieder anzumelden. Da gab’s am Sonntag Abend noch Tränen, weil das Wochenende schon vorbei war. 💙



In Ulm gingen die Projekte von der Mitfahr- und Nachbarschaftshilfe-Vermittlung für den ländlichen Raum über einen besseren Touchscreen-Treiber für Linux bis zur perfekten, aktuell wetterbasierten Strandempfehlung für die eigene Lieblings-Wassersportart... guckt's euch an:

Unterwegs mit Abraham



Das dritte Video unserer Diversity-Videoreihe „Unterwegs mit..." ist fertig. Nach Mareike und Rebecca verrät uns nun Abraham, warum er Teilnehmer bei Jugend hackt ist und was ihm daran besonders gefällt. Abraham ist 19, wurde in Syrien geboren und kam vor zwei Jahren nach Deutschland. Er hat dieses Jahr in Schwerin und Berlin teilgenommen – beim zweiten Termin hat das Team von XO Projects ihn für das Video begleitet.

Was schenken? Wie wäre es mit einer Spende?

Kennt ihr Leute, die Geld loswerden wollen? Uns ist zu Ohren gekommen, dass vor allem Firmen gern am Jahresende Geld für einen guten Zweck spenden, anstelle damit wie früher kleine Geschenke für ihre Kund*innen zu kaufen – das finden wir sympathisch.

Auf diesem Wege haben wir in der Vorweihnachtszeit bereits von MM1 Consult und dem Redaktionsteam des WIRED Magazin Deutschland Geldspenden erhalten, sowie von einer ganzen Reihe privater Spender*innen. Vielen Dank dafür!

Spenden, ob groß oder klein, nehmen wir mit Kusshand jederzeit an: Das geht über unsere betterplace-Seite oder direkt an Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., IBAN: DE25 4306 0967 1173 8932 04, Verwendungszweck: Spende Jugend hackt. Gerne weitersagen!



Weihnachts-Bonus: Alle Spender*innen erhalten von uns bis Weihnachten noch eine Dankeschön-Weihnachtskarte zum Ausdrucken, die sie dann auf den Gabentisch stellen können. Im Sinne von „Anstelle dir wieder Socken zu kaufen, habe ich den Betrag an Jugend hackt gespendet – hier ist der Beweis!“

Die Alpaka-Ecke

Jetzt ist es amtlich: Alpakas retten Leben! Sie haben besondere Abwehrstoffe im Blut: Ihre Antikörper sind viel einfacher aufgebaut als die der meisten anderen Säugetiere und lassen sich daher von Bakterien in beliebiger Menge produzieren.

Die Alpakaherde des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie. © Swen Pförtner / Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Das sind sehr gute Neuigkeiten für die vielen Tausend „Versuchstiere“, mit denen bisher Antikörper für die Medizin und Forschung im großen Stil „hergestellt“, dh. abgezapft wurden. Für die Alpaka-Antikörper braucht man dagegen nur eine kleine Blutabnahme, die unsere flauschigen Freund*innen kaum stört. Um die Vermehrung der Antikörper kümmern sich dann Bakterien im Labor, während das Alpaka bereits wieder auf der Wiese rumstehen darf.

Für diese Forschung bekamen Dirk Görlich und Tino Pleiner vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie kürzlich den Tierschutzforschungspreis des Bundes verliehen. Well done! (Und ja, das Foto oben zeigt die Alpaka-Herde, die das MPI dafür eigens hält.)