Inderaktiv – Insights aus einem deutsch-indischen Interview

Inderaktiv – Insights aus einem deutsch-indischen Interview


 

Namaste lieber Leser,

Indiens Architektur geht mit der Zeit!
Wie das genau aussieht, kann uns heute eine Expertin beantworten, die sich in Indien den architektonischen Herausforderungen des Städtebaus annimmt.
Die Sozialwissenschaftlerin Angela Kreutz verantwortet bei blocher partners die asiatische Tochtergesellschaft in Indien und die internationalen Kundenbeziehungen. Blocher partners India mit Sitz in Ahmedabad ist ein gefragter Partner im Bereich urban design, gewerblicher und privater Bauten.  Zu den Bauherren zählen Unternehmen wie HN Safal, Roots, die Flame University, Aditya Birla, Future Group oder Woodland.
 


Interview mit Frau Angela Kreutz, Geschäftsführerin bei blocher partners India


 
Your success in India (YSII): Frau Kreutz, ich persönlich verbinde deutsche Architektur mit Perfektion, Liebe zum Detail und vorausschauender Planung. Und diese drei Worte passen (für mich) nicht zu Indien. Wie lässt sich das vereinbaren? 

Kreutz: Ich würde es anders formulieren. Architektur ist vor allem Dialog auf Augenhöhe – auch in Indien, wo ja berühmte Architekten wie Louis Khan oder Le Corbusier durchaus ihre Spuren hinterlassen haben. Das architektonische Erbe Indiens ist also nicht zu unterschätzen:  insofern kann ich Ihrer These nicht zustimmen. Perfektion und Liebe zum Detail ist ein Anspruch, der in Indien geteilt  wird, obwohl er manchmal dann im Alltag zu Gunsten finanzieller Punkte auf der Strecke bleibt. Ähnlich ist es mit vorausschauender Planung. Unsere langjährige Erfahrung in Indien versetzt uns glücklicherweise in die Lage, hier die Ziele der Bauherren und die Realität so zusammenzufügen, dass wir zu einem Ergebnis auf internationalem Niveau kommen.

YSII: Welches Projekt in Indien war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese bewältigt?
 
Kreutz: Ich denke, wie immer bei einem Neuanfang haben uns die ersten Projekte vor die größte Herausforderung gestellt. Generell lässt sich sicherlich sagen, dass jedes Projekt uns vor neue, teils ganz unterschiedliche Herausforderungen stellt. Ein gutes Beispiel ist der mischgenutzte Gebäudekomplexes Mondeal Square in Ahmedabad, weil er aufgrund der riesigen Medienfassade und organischer Formen einzigartig für die Metropole, vielleicht sogar für das ganze Land gewesen ist.

YSII: Wo liegt der Unterschied, ob ich ein Firmengebäude in Indien oder z.B. in Sri Lanka plane?
 
Kreutz: In Indien ist es besonders wichtig, zwischen den Zeilen lesen zu können. Wenn es schwierig wird, dann sagt man sich das in der Regel nicht ins Gesicht. Es mag in anderen asiatischen Ländern ähnlich sein, in Indien ist es aber am schwierigsten zu interpretieren.

YSII: Welche Rolle spielt Bepflanzung bei Ihren Projekten in Indien?
 
Kreutz: Bepflanzungen sind immer ein Thema, weil eine lebendige Landschaft jede Architektur positiv ergänzt. Wenn Sie Green Thinking im übergeordneten Sinne meinen – das spielt eine immer größere Rolle in Indien. Quasi das nachhaltige Bauen im Allgemeinen, aber auch der Einsatz von Pflanzen als sichtbares Zeichen dieses Gedankens im Speziellen. Jüngstes Beispiel ist das Bürogebäude Marvel Artiza mit einer komplett begrünten Fassade, das in Hubli entstehen wird.

YSII: Gibt es Grundvoraussetzungen, die ein Unternehmen, das Sie in Indien beauftragt, mitbringen soll?
 
Kreutz:  Nein.

YSII: Unsere Leser lieben Anekdoten. Was war das lustigste oder komischste, was Ihnen in Ihrer Zeit in Indien widerfahren ist?
 
Kreutz: Nach mehr als zehn Jahren gibt es da schon das eine oder andere. Die Situation, die ich vielleicht am wenigsten erwartet habe, ergab sich kürzlich während einer Grundstückbesichtigung in einem vornehmen Viertel von Delhi. In dieser exklusiven Gegend tauchte quasi aus dem Nichts eine Herde Ziegen auf. Da dachte ich mir, der Spruch stimmt also doch: Unverhofft kommt oft.

YSII: Vielen Dank, Frau Kreutz für das offene und interessante Interview! Weitere Informationen über blocher partners finden unsere Leser hier.
 

OAV Young Leaders Regionalsprecherin



Wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, dass Martina Maciejewski seit März die neue OAV Young Leaders Regionalsprecherin für Bayern ist.

Als einer der größten Ländervereine in Deutschland ist der OAV als Netzwerk der deutschen Außenwirtschaft in Asien-Pazifik tätig und verfügt durch lange Tradition über hervorragende Kontakte zu Wirtschaft, Politik und Diplomatie.
Erfahren Sie mehr zum OAV (German Asia-Pacific Business Association) und zu den Young Leaders hier.

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Start in den Frühling!
 
Herzliche Grüße,

Ihre Martina Maciejewski
Inhaberin / Owner
www.success-in-india.com

 
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