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Dezember 2019
 
Liebe Leser*innen,

ja, es gibt ihn noch, den Newsletter, auch wenn Ihr dieses Mal etwas länger warten musstet. Dafür möchte ich mich entschuldigen und daraus gleich meinen ersten guten Vorsatz für 2020 machen: Dann werdet Ihr auf jeden Fall wieder regelmäßig mit Neuigkeiten und Terminen versorgt.

In den ersten Monaten als Geschäftsführerin der LAG Lesben in NRW habe ich viel Neues gelernt, Spannendes erlebt und ganz viele engagierte Menschen kennengelernt. Ob auf den Vollversammlungen der LAG oder bei zahlreichen Veranstaltungen der Community: Die intensive und wertvolle Kommunikation hat mir überall dabei geholfen, mich in meine neuen Aufgaben einzuarbeiten. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken und freue mich jetzt schon auf noch mehr persönliche Kontakte im neuen Jahr.

So arbeitsintensiv und aufregend die letzten Monate waren, so vielversprechend waren sie auch. So hat die LAG Lesben in NRW zum Beispiel mit Queerhandicap e.V. und BieQueer e.V. neue Mitgliedsgruppen aufnehmen und im Oktober ein neues Projekt mit ihnen starten können: NRW LSBTIQ* inklusiv – zum Thema LSBTIQ* mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen, psychischen und sonstigen Beeinträchtigungen in Nordrhein-Westfalen. Darüber freuen wir uns sehr und nehmen die weiteren Schritte 2020 voller Tatkraft in Angriff. Ebenfalls neu an Bord sind das Netzwerk katholischer Lesben e.V., Lila-Bunt Zülpich und Form up! aus Bochum. Herzlich willkommen!

Wenn Ihr uns in Zukunft Meldungen oder Termine für diesen Newsletter schickt, könnt Ihr das ab sofort unter dieser E-Mail-Adresse machen: newsletter@lesben-nrw.de. Diese Adresse ist ausschließlich für diesen Zweck eingerichtet, sodass Mails nicht mehr irgendwo „untergehen“ können. Termine, die es zeitlich nicht mehr in den jeweils aktuellen Newsletter schaffen, werden in Zukunft auf unserer Homepage im Tageskalender zu finden sein.

So viel erst einmal für heute aus der Sonnenstraße! Wir wünschen Euch schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

Herzliche Grüße
Jessica Friedsam & das Team der LAG Lesben in NRW

PS: Ihr habt Anregungen oder Fragen, Lob oder Kritik? Dann schreibt mir doch einfach eine Mail an: Jessica.Friedsam@lesben-nrw.de.
Bürozeiten:
Montags bis freitags von 10.30 - 16.30 Uhr
und nach Vereinbarung
Tel.: 0211 / 69 10 530, Email: info@lesben-nrw.de

Save the date
Neujahrsempfang der LAG Lesben in NRW findet am 11. Januar 2020 von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Bürgerhaus im Stadteilzentrum statt.

Die Vollversammlung der LAG Lesben in NRW werden in 2020 an folgenden Tagen stattfinden:
Samstag 29. Februar 2020, 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Ort: Lila-Bunt Zülpich
(Weitere Termine: jeweils Samstag 09. Mai 2020, Samstag 22. August 2020 ,Samstag 14.November 2020)
Wir freuen uns auf euch!

Die Preisverleihung der Coule 2020 wird am 16.05.2020 im Gerhardt-Hauptmann Haus in Düsseldorf stattfinden. Weitere Infos folgen!


Der nächste Newsletter erscheint im Februar!

Aktuelles

Frauen: Altersarmut ist weiblich
Wie möchten queere Menschen ihr Alter gestalten? Sabine Arnolds vom Dachverband Lesben und Alter schreibt, warum ältere Queers auf den Prides nicht fehlen dürfen und wie wir einander mit Respekt begegnen können.

Weitere Informationen
Lesben im Iran

Am 10.12.2019 feierte die Welt den Tag der Menschenrechte. Zu diesem Ereignis kann man noch mal genauer hinschauen, wie schwer oder leicht es in verschiedenen Ländern eigentlich für Lesben ist.
Immer wieder wird über die Situation von Schwulen zum Beispiel im Iran berichtet, allerdings wird sehr viel weniger  darüber berichtet, wie das Leben für Lesben im Iran ist. Hier gibt es nun einen Hintergrundartikel (der an Aktualität nichts verloren hat) dazu – und klar ist: dass die Probleme in Deutschland nicht zu Ende sind.

Mehr Informationen unter queer-refugees.de oder hier

Straftaten Statistik 2018

Die Zahlen der homo- und transfeindlichen Übergriffe stiegen in 2018 drastisch an. Für das Jahr 2018 sind im Rahmen des Kriminalpolizeilichen Meldedienstes deutschlandweit insgesamt 313 politisch motivierte Straftaten gemeldet worden, die von den Behörden in dem Unterthema "Sexuelle Orientierung/ Hasskriminalität" eingeordnet wurden.

Die Dunkelziffer ist weitaus höher
Die Zahlen sind allerdings nur begrenzt aussagekräftig, weil sie die Dunkelziffer nicht erfassen. Ulle Schauws (Die Grünen) geht von einer "extrem hohen" Dunkelziffer aus: So würden sich Betroffene immer noch nicht trauen, überhaupt solche Straftaten anzuzeigen. Schauws kritisiert auch, dass die Diskrepanz in der Erfassung zwischen den Bundesländern variiert. Berlin sei das einzige Land, das überhaupt explizit die Zahlen zu homo- und transfeindlichen Straftaten in seiner Kriminalitätsstatistik veröffentliche.

Hier geht es zum Artikel

Tipps und Infos zum Anzeigen von Gewalt gegen Lesben, Schwule, Trans*  und Queers
Wer einem Übergriff ausgesetzt war und Unterstützung braucht hat die Möglichkeit. sich bei der Beratungsstelle "Ich zeige das an!" zu melden.

Ihr erreicht die Beratungsstelle über die Homepage www.ich-zeige-das-an.de
Frauen*Streik NRW

Nach dem FeministFutureFestival in Essen, wo viele Mitstreiter*innen bei dem Frauen*Streik-Treffen eine neue Zusammenkunft für alle Aktivist*innen im Frauen*streik, und die, die sich neu einbringen wollen, geplant haben, steht nun ein Ort und Datum fest:

Am 4. Januar 2020 von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Theater Oberhausen, Will-Quadflieg-Platz, 46045 Oberhausen
 
Warum ein Plenum? Nachdem in diesem Jahr ca. 10.000 Frauen* im Rahmen des Frauen*streiks auf der Straße waren, wird in den Bündnissen vor Ort weitergearbeitet!

Wer Interesse hat, sich zu beteiligen, kann sich hier anmelden: frauenstreik19@riseup.net
Fachtag

Fachtag des Dachverbands der autonomen Frauenberatungsstelle NRW e.V.

Am 28. Januar 2020 findet in Essen der Fachtag "Gemeinsam für ein gewaltfreies Leben" statt!

"Um diesem Ziel näherzukommen, ist eine Intensivierung der guten Zusammenarbeit zwischen den Frauenberatungsstellen und den Frauenhäusern in NRW unerlässlich. Der Fachtag zur Vernetzung der Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser in NRW nimmt diesen Gedanken auf und möchte den Mitarbeiterinnen beider Institutionen die Gelegenheit bieten, den fachlichen Austausch zu verstärken und die Arbeit gegen Gewalt an Frauen voranzutreiben."

Mehr Infos und Anmeldung
Buchtipp
“Antiqueere Ideologie": Buchneuerscheinung von I.L.A. Kollektivmitglied Hannah Engelmann


»Inzwischen ist in Deutschland ein heterogener Block von katholischen Kirchenvertretern und Evangelikalen über Neoliberale und Rechtskonservative bis hin zu völkischen Nationalsozialen in der Frage geeint: ›Gender‹ muss gestoppt werden. Der Diskurs entspringt klerikalen Kreisen, hat sich aber längst in bürgerlichen wie rechten Medien festgesetzt.« – aus der Einleitung

Diskurse gegen Gleichstellung, Geschlechterforschung und die Freiheit des geschlechtlichen Ausdrucks haben Konjunktur. Von Vatikanstadt bis Washington und Rio, von Kisslegg bis Schnellroda finden sich Allianzen gegen die Feindbilder von "Gender-Ideologie" und "Frühsexualisierung". Sie geben vor, "Natur", "Volk" und "Familie" gegen den "Verfall" zu schützen. Ihre Akteur*innen sehnen sich nach Sicherheit und klaren Grenzen, fürchten sich vor Verwischungen und Dekonstruktion: Sie propagieren eine anti-queere Ideologie.
Was veranlasst Menschen, sich im Netz dieser Ideologie zu verfangen – und wie kann politische Bildung sie darin bestärken, eigene Wege jenseits rigider Normen und autoritärer Sehnsüchte zu gehen? Dieser Frage geht Autorin Hannah Engelmann auf verschiedenen Ebenen nach. Sie untersucht die Wurzeln anti-queerer Ideologie im Feld der Ökonomie und in der Weise, wie wir zu Subjekten werden und uns mit Kollektiven identifizieren. Dabei kommt ein komplexes Wechselspiel von politischen und psychischen Regressionen zum Vorschein. Angesichts dessen stellt sie Überlegungen dazu an, was eine kritische Diversity Education dem entgegensetzen kann. Sie führt Gespräche mit erfahrenen Praktiker*innen der politischen Bildung aus gewerkschaftlichen, queeren und anti-rassistischen Kontexten. Am Ende stehen konkrete Ideen für eine Bildungsarbeit, die zu einer sichereren Gesellschaft für alle beiträgt, indem sie kollektive Identifizierungen verunsichert.
 
Hannah Engelmann
Hannah Engelmann ist als Trans*-Beraterin und Bildungsarbeiterin in queerfeministischen, ökologischen und antikapitalistischen Kontexten aktiv. Sie hat Psychologie und Erziehungswissenschaft in Bielefeld, Braunschweig und Hildesheim studiert. Als Teil des I.L.A.-Kollektivs veröffentlichte sie 2017 das Dossier Auf Kosten Anderer? Wie die imperiale Lebensweise das gute Leben für Alle verhindert

Regenbogenfamilie

Die neue Broschüre „Familienbande. Ganz normal anders leben“ ist fertiggestellt und demnächst downloadbar!
 
Das Projekt „Regenbogenfamilien – Vielfalt der Lebensentwürfe“ dient der Stärkung der Sichtbarkeit und Unterstützung von Regenbogenfamilien in NRW. Noch immer fehlt es an flächendeckenden Strukturen, Sichtbarkeit und Aufklärung in NRW.
In diesem Sinne wurde in Zusammenarbeit mit Fachstellen und Regenbogenfamilien eine neue Fachbroschüre, mit einem besonders lebensweltnahen Zugang, fertiggestellt und ist ab sofort auf der Homepage der LAG Lesben in NRW downloadbar!
Auf Nachfrage bei der Fachstelle der LAG Lesben in NRW e.V. können wir die Broschüre ab dem 16.12.2019 als gedrucktes Auslege- und Informationsmaterial für Fachkräfte und Familien kostenfrei zuschicken. Kontakt: regenbogenfamilien@lesben-nrw.de.
Wir freuen uns über das großartige Produkt, die spannenden Geschichten und danken alle Beteiligten für die bereichernde Zusammenarbeit. Wir hoffen, mit der Broschüre mehr Menschen für das Thema begeistern zu können und Vielfalt als Potential und Chance für alle greifbarer zu machen. Schickt uns auch gerne Feedback dazu.

 
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Redaktion: Jessica Friedsam / Charlotte Kaiser

Vorstand: Henrike Donner, Wibke Korten, Birgit Diehl, Angelika Voß
Steuer-Nummer: 133/5908/2197, VR Düsseldorf 9380
www.lesben-nrw.de
www.facebook.com/LAG.Lesben.NRW

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